Was ist bei einer Berufsunfähigkeitsabsicherung zu beachten

Sie sind gut ausgebildet, berufstätig und arbeiten voller Optimismus an Ihrer Karriere. Selbstverständlich haben Sie an Ihre Altersvorsorge gedacht und entsprechend geplant. Denn Sie haben eine Familie und müssen zudem Ihr Eigenheim finanzieren. Alles in Allem haben Sie sich stets gut abgesichert gefühlt. Nun sind in Ihnen in jüngster Zeit Zweifel an der Sicherheit für Sie und Ihre Lieben im Fall der Berufsunfähigkeit gekommen. Ihr Freund, ein gut verdienender Chirurg, hat nämlich durch einen unglücklichen Arbeitsunfall seine rechte Hand verloren. Aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhält er keine Erwerbsminderungsrente, da man ihn auf die Tätigkeit als Wachmann an einem Bildschirm in einer Tiefgarage verwiesen hat. Diese Tätigkeit wie auch eine eventuelle Erwerbsminderungsrente erreichen aber nicht einmal das Niveau möglicher Sozialleistungen. Anlass genug für Sie, ernsthaft über eine angemessene Berufsunfähigkeitsabsicherung nachzudenken.

Vor einer vertraglichen Berufsunfähigkeitsabsicherung gilt es, einige Fallstricke und Besonderheiten zu beachten. Die Assekuranz bietet preisgünstige Erwerbsunfähigkeitspolicen an, die jedoch den Versicherungsgesellschaften erlauben, den Versicherten im Fall des Falles auf eine andere Tätigkeit als den erlernten und ausgeübten Beruf zu verweisen. Gerade diese sogenannte abstrakte Verweisbarkeit wollen Sie aber angesichts des Schicksals Ihres Freundes nicht akzeptieren. Sie wollen vielmehr in der von Ihnen gewünschten Berufsunfähigkeitsabsicherung im Leistungsfall nur auf den von Ihnen ausgeübten Beruf verweisen können, das heißt, eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten, wenn Sie in Ihrem konkreten Beruf nicht mehr arbeiten können. Haben Sie diesen wesentlichen Aspekt mit einem Versicherungsfachmann geklärt, sind noch zwei weitere wichtige Punkte für die Berufsunfähigkeitsabsicherung zu ordnen und vertraglich festzulegen: Die Höhe der zu vereinbarenden Berufsunfähigkeitsrente hängt von Ihrem Versorgungsziel, den bereits getroffenen Vorsorgemaßnahmen und einer eventuellen Erwerbsminderungsrente aus der deutschen Rentenversicherung ab. Als Faustregel beziffern die Versicherer diese Rente in der Berufsunfähigkeitsabsicherung für einen jungen Menschen auf mindestens 500 Euro pro Monat - Dynamisierung von Beitrag und Rente unterstellt, um beispielsweise einen Inflationsausgleich abzufedern. Ein oft unterschätzter Gesichtspunkt ist das Alter, bis zu dem die Berufsunfähigkeitsabsicherung laufen soll. Mit dem Endalter 55 Jahre haben Sie sicherlich einen wesentlich günstigeren Beitrag als mit der Laufzeit bis zum 65. oder 67. Lebensjahr. Es gilt jedoch zu bedenken, dass Sie nur mit einer Berufsunfähigkeitsabsicherung über die gesamte Lebensarbeitszeit auf der sicheren Seite sind.